• 13. November 2019
  • 09:30
  • Wirtschaft

Australien gewinnt zunehmend an Bedeutung für den Hamburger Hafen

Der Seegüterumschlag zwischen Australien und dem Hafen Hamburg hat sich positiv entwickelt. Mit einem Seegüterumschlag von 1,7 Millionen Tonnen ist im direkten Seegüterverkehr zwischen Hamburg und Australien im Jahr 2018 eine deutliche Steigerung von 23,7 Prozent zu verzeichnen. Davon waren 1,0 Millionen Tonnen Massengut, dies entspricht einem Anteil von 60 Prozent und dementsprechend waren 723.000 Tonnen dem Segment Stückgut zuzuordnen.

Auch sehr erfreulich entwickelte sich 2018 der Containerverkehr mit Australien. In diesem Segment wurde mit 68.000 TEU (20 Fuß-Standardcontainer) eine Steigerung von 19,8 Prozent erreicht. Mit diesem stärksten Ergebnis seit 12 Jahren rückt Australien von Rang 40 auf Rang 32 der Containerhandelspartner Hamburgs vor. Ausschlaggebend hierfür war unter anderem die Erweiterung des Liniendienstangebotes, das in diesem Jahr weiter ausgebaut wird. So hat die Reederei CMA CGM Group Ende September 2019 mit dem „New North Europe Med Oceania“ Service (NEMO-Dienst) einen neuen Containerdienst in Fahrt gebracht, der Europa mit Australien und dem Indischen Ozean verbindet. „Mit dem neuen NEMO-Dienst bietet die CMA CGM Group jetzt noch bessere Transitzeiten für die wöchentlichen Direktverbindungen zwischen Australien und Europa. Der optimierte Dienst umfasst 14 moderne Schiffe, die insgesamt 19 Häfen bedienen. Diese umfangreiche Hafenabdeckung erlaubt ein Höchstmaß an Flexibilität für unsere Kunden. Der Hafen Hamburg ist hierfür ein wichtiges Drehkreuz, insbesondere für unsere intermodalen Transporte und den Feederverkehr in den skandinavischen und baltischen Raum“, sagt Peter Wolf, Geschäftsführer CMA CGM (Deutschland) GmbH. Darüber hinaus gibt es einen weiteren Mehrzweck-Dienst und die Möglichkeit für Verlader, per Umladung die Süd- und Südostasien Häfen anzulaufen.

Wie bereits im letzten Jahr gehen die internationalen Wirtschaftsinstitute und Organisationen erneut von einem Wachstum der Weltwirtschaft aus. Besonders der australische Markt ist durch einen stetigen Zuwachs der Wirtschaftsleistung gekennzeichnet und kann für 2019 eine Steigerung von 1,7 Prozent erwarten. Vor allem die Rohstoffexporte von Kohle und Eisenerz prägen den Außenhandel und sollen nach Einschätzung der German Trade and Invest (GTAI) bis 2024 einen Aufschwung erleben. Eine weitere Steigerung im Seegüterumschlag des Hamburger Hafens mit Australien kann ein Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Australien bringen. Die Vertragsgespräche laufen seit Juli 2018. Auch der voraussichtliche Aufschwung der Rohstoffausfuhren Australiens könnte für den Universalhafen Hamburg zu zusätzlichen Umschlagmengen führen.

Pressekontakt

  • Bengt van Beuningen

    Bengt van Beuningen

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