• 12. Juli 2018
  • 10:40
  • Wirtschaft

Außenhandel mit China: Hamburg gehört zu den Top-Handelspartnern

Im Außenhandel zwischen den deutschen Bundesländern und China liegt – gemessen in Tonnen – Hamburg unter den Top 5. Damit unterstreicht die Hansestadt ihre wirtschaftliche Bedeutung für China zusätzlich.

Mit 2 Millionen Tonnen ein- und ausgeführten Waren insgesamt zwischen Hamburg und China liegt die Hansestadt im Jahr 2017 auf Platz 5 nach Niedersachsen, (2,1 Millionen Tonnen), Baden-Württemberg (2,3 Millionen Tonnen), Bayern (2,7 Millionen Tonnen) und Nordrhein-Westfalen (6,3 Millionen Tonnen), was Hamburgs Bedeutung für China untermauert.

Gemessen in der Containereinheit TEU führt die Volksrepublik (inkl. Hongkong) die Top-Handelspartner des Hamburger Hafens mit 2,62 Millionen TEU nach wie vor klar an. Wichtigste Handelsgüter im Umschlag sind beim Export nach China (inkl. Hongkong) vor allem Holzwaren, Papier und Pappe sowie Druckerzeugnisse mit rund 3,1 Millionen Tonnen, gefolgt von chemischen Erzeugnissen mit knapp 800.000 Tonnen. Auf Platz drei liegen Nahrungs- und Genussmittel mit fast 786.000 Tonnen. Insgesamt sind 9,6 Millionen Tonnen Güter nach China verladen worden. Beim Import aus China liegen die chemischen Erzeugnisse mit 2,1 Millionen Tonnen vorn, gefolgt von Maschinen und Haushaltsgeräten mit gut 2 Millionen Tonnen sowie Metalle und Metallerzeugnisse mit mehr als 1,8 Millionen Tonnen. Insgesamt sind 2017 rund 14,4 Millionen Tonnen aus China importiert worden.

Hamburg ist unter anderem aufgrund seiner Verteilerfunktion ein attraktiver Umschlagplatz für China: Das gut ausgebaute Hinterlandnetz des Hamburger Hafens sorgt für eine ausgezeichnete Verbindung nach Europa. Den wachsenden Umschlagmengen und den immer größer werdenden Anforderungen an die Umwelt begegnet der Hafen mit einer gut ausgebauten Infrastruktur für Bahn, Binnenschiff und Lkw sowie mit einem umweltgerechten Hafenmanagement. Einer der Hauptmärkte für den Hamburger Hafen sind die Asienverkehre: 2017 verbanden 17 Liniendienste den Hamburger Hafen mit chinesischen Häfen, davon 13 Vollcontainerliniendienste und vier Stückgutdienste. Pro Woche gibt es 235 Containerzugverbin-dungen zwischen Hamburg und China.

Hintergrund: Seidenstraße (OneBelt, OneRoad)
Angesichts einer zunehmend globalisierten und vernetzten Welt im 21. Jahrhundert mit Finanz- und Wirtschaftskrisen, die die gesamte Weltökonomie beeinflussen, sieht China einen geeigneten Zeitpunkt, die historischen Seidenstraßen neu zu beleben. Das Konzept der chinesischen Regierung zu den modernen Seidenstraßen umfasst sowohl den Land- als auch den Seeweg von China nach Europa und wird offiziell als „The Silk Road Economic Belt and the 21st Century Maritime Silk Road“, kurz: „OneBelt, OneRoad“, bezeichnet. Der Verlauf des landseitigen Wirtschaftsgürtels erstreckt sich von China über Mittelasien und Russland bis zur Ostsee, von China über Mittel- und Westasien bis zum Persischen Golf und dem Mittelmeer sowie von China über Südost- und Südasien bis zum Indischen Ozean. Der Landweg ist damit nahezu deckungsgleich mit der historischen Seidenstraße. Die maritime Route führt von chinesischen Küstenhäfen einerseits über das Südchinesische Meer und den Indischen Ozean bis nach Afrika und den Nahen Osten, weiter ins Rote Meer und über den Suezkanal bis ins Mittelmeer, andererseits über das Südchinesische Meer bis zum Südpazifik. Die maritime Route gehört schon heute zu einer der am häufigsten genutzten weltweiten Handelswege.

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