07. Januar 201514:56Verkehrsmeldungen

A1 Süderelbbrücke: Sonntag Sperrung Richtung Süden für weitere Messungen

Am Sonntag, den 11.01.2015 ab 7 Uhr muss die Süderelbbrücke für voraussichtlich 10 Stunden in Richtung Süden gesperrt werden. Der Verkehr aus der Innenstadt wird ab dem Autobahnkreuz Hamburg-Süd über die Wilhelmsburger Reichsstraße umgeleitet, und der Verkehr aus Richtung Lübeck/Berlin wird ab der Anschlussstelle Stillhorn über Kornweide, A253 und Neuländer Straße zur Auffahrt HH-Harburg umgeleitet.

Am 11.12.2014 rammte ein Binnenschiff die Brücke. Seitdem laufen umfassende Untersuchungen zur Erfassung der Schäden und deren Auswirkungen auf das Tragvermögen der Brücke. Die Untersuchungsergebnisse bilden die Basis für die Entwicklung eines Instandsetzungskonzeptes. Die Vermessungs- und Prüfungsarbeiten liefen auch „zwischen den Jahren“ weiter. Festgestellt wurden bislang erhebliche Deformationen an einem der beiden 4,5 Meter hohen stählernen Hauptträger der Brücke und von etwa der Hälfte aller Querträger, die zudem durch den Anprall vom Hauptträger abgerissen sind. Diese Schäden schwächen die Konstruktion erheblich. Das führt u.a. zu Schwingungen der Brücke, die ein genaues 3D-Aufmaß des schadhaften Bauwerkes verhindern.

Die Sperrung am kommenden Sonntag sorgt für eine schwingungsfreie Brücke, so dass die genauen Aufmaße erfolgen können, die für die Schadensberechnung und die Vorbereitung der Instandsetzungsarbeiten unbedingt erforderlich sind.

Derzeit stehen in jede Fahrtrichtung nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Statiker untersuchen, ob künftig eine weitere Fahrspur eingerichtet werden kann. Parallel zu den vermessungstechnischen Arbeiten und den statischen Untersuchungen wurden auch schon zwischen und während der Feiertage erste Varianten zur Instandsetzung entwickelt.

Unsere Fachleute gehen nach heutigem Kenntnisstand davon aus, dass der deformierte Hauptträger nicht mehr gerichtet werden kann.

Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof: „Eine vollständige Erneuerung der Trägers würde zu sehr umfangreichen Bauarbeiten und sehr langen Verkehrsbehinderungen führen. Insofern ist folgendes Grundkonzept für eine Instandsetzung derzeit am wahrscheinlichsten: Zug um Zug werden die abgerissenen Querträger ersetzt. Der geschädigte Hauptträger wird durch aufgeschweißte Elemente verstärkt. Es wird mit Nachdruck an der Lösung für eine Instandsetzung der Brücke gearbeitet. Ein genaues Sanierungskonzept wird auf Basis der Statik erstellt. Für die Verkehrsbehinderung am Sonntag bitte ich alle Autofahrer um Verständnis.“

 

Rückfragen der Medien:

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Helma Krstanoski
Tel.: 040-42841-1326 oder 2239, E-Mail: pressestelle@bwvi.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bwvi