04. Dezember 201412:18Hinterland

1. RheinCargo Hafentag - Die Binnenhäfen im Rheinland rüsten sich für die Herausforderungen der Zukunft

Die Binnenhäfen im Rheinland werden bei der Entwicklung des Güterverkehrs zwischen NRW und den Seehäfen eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Das war eine der zentralen Erkenntnisse beim 1. RheinCargo-Hafentag am 27. und 28. Oktober in Neuss.

Vor mehr als 200 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Industrie und Logistik bekannte sich NRW-Verkehrsminister Michael Groschek klar zum Ausbau der Häfen in Nordrhein-Westfalen. Angesichts der erwarteten Steigerung des Frachtaufkommens, insbesondere im Containerbereich, müsse der Anteil von Binnenschifffahrt und Bahntransport erhöht werden, um die verstopften Straßen zu entlasten.

Mit Blick auf marode Brücken und verfallende Infrastruktur einerseits sowie Bürgerproteste gegen Bauvorhaben andererseits forderte Groschek eine „neue Investitionskultur“ in Deutschland.

Bei der zweitägigen Veranstaltung in Neuss diskutierten Experten über die Herausforderungen der Globalisierung für die Logistikbranche. Vertreter der Seehäfen Hamburg, Rotterdam und Antwerpen stellten ihre Ausbaupläne vor. Für den Hamburger Hafen nahm Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V., an der Podiumsdiskussion teil. In seinen Ausführungen betonte er, dass bei der Bewältigung der Warenströme aus und zu den Seehäfen der Ausbau der Hinterland-Infrastruktur von großer Wichtigkeit ist. Alle Beteiligten waren sich einig: Ohne leistungsfähige Binnenhäfen und Bahnstrecken drohe der Lkw-Verkehr in Zukunft drastisch zuzunehmen. Damit würde jedoch das erklärte politische Ziel konterkariert, die umweltfreundlichen Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn zu stärken.

Nordrhein-Westfalen (NRW) ist für Deutschlands größten Universalhafen Hamburg von sehr großer Bedeutung. Die Industrie des Bundeslandes ist besonders vom Im- und Export geprägt. Mit rund 500.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) nimmt NRW nach Bayern die zweitstärkste Position im Container-Hinterlandverkehr Hamburgs ein. Aus diesem Grund ist Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) seit Mitte Juli mit einer eigenen Repräsentanz unter der Leitung von Volker Hahn in Dortmund präsent. Durch die neue Hafenvertretung vor Ort ist HHM noch näher mit der Wirtschaft von NRW verbunden und kann intensiver über Entwicklungen der Hamburger Terminals, die guten Hinterlandanbindungen und die regelmäßigen Liniendienste informieren und beraten.

Bildergalerie (1 Bild)

Zur Bildergalerie