Großschiffe - Ultra Large Container Vessels

Großschiffe im Hamburger Hafen

In einer nie gekannten Folge von Entwicklungssprüngen wurden und werden Containerschiffe immer größer. Der Grund dafür ist vor allem ökonomischer Druck: Brennstoffkosten und ein harter Wettbewerb zwischen den Reedereien bringen denjenigen in Vorteil, der mit dem größten Schiff Container zu den jeweils günstigsten Kosten transportieren kann.

Aktuell sind die größten Containerschiffe der Welt etwa 400 Meter lang und können mehr als 20.000 TEU transportieren. Und es kommen immer mehr dieser Giganten dazu, wie die Auftragsbücher der Reedereien zeigen. Speziell auf den interkontinentalen Langstrecken zwischen Europa und Fernost lohnt sich wegen der gewaltigen Ladungsmengen der Einsatz immer größerer Schiffe. Und Hamburg ist der wichtigste europäische Zielhafen für den Warenaustausch zwischen Europa und China.

In Hamburg sind die Hafeninfrastruktur und Containerterminals sind auf die aktuell größten Containerschiffe eingestellt. Zudem stellen die Lotsen, die Nautische Zentrale und weitere Akteure mit modernster Technik die reibungslose nautische Erreichbarkeit sicher. So haben 2016 über 240 Großcontainerschiffe zwischen 14.000 und 19.000+ TEU den Hamburger Hafen angelaufen, ein Plus zum Vorjahr von 60 Prozent. 

 

Zulaufsteuerung für die ganz Großen

Mit der Nautischen Terminal Koordination (NTK) des HVCC Hamburg Vessel Control Centers verfügt der Hamburger Hafen über eine einzigartige Einrichtung, die sich um die zentrale betriebliche Abstimmung der Großschiffsanläufe kümmert – lange bevor das Schiff die Revierfahrt auf der Elbe antritt. Schiffe werden teils bereits ab Gibraltar im Zulauf nach Hamburg begleitet. Zu den Aufgaben der NTK zählen die terminalübergreifende Koordinierung der Vorplanung, der Zulaufsteuerung und der Abgangsplanung von Großschiffen. Die erstellte Gesamtübersicht wird durch die NTK als zentrale Schnittstelle rund um die Uhr mit der Nautischen Zentrale in Hamburg und den Lotsen abgestimmt. Dabei werden Kommunikationswege gebündelt und Wechselwirkungen von Entscheidungen rund um die Großschiffsabfertigung frühzeitig erkannt. Konfliktsituationen werden so schon im Zulauf auf das Revier ausgemacht und möglichst beseitigt. 
 

 

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