Linien- und Feederdienste verbinden Hamburg mit der ganzen Welt

Linien- und Feederdienste verbinden Hamburg mit der ganzen Welt

 
Der Hamburger Hafen verfügt über eines der engmaschigsten Liniennetze in Europa: Rund 124 Liniendienste verbinden die Hansestadt mit dem Großteil der weltweit über 1.000 Seehäfen. Andere Häfen können über Umladungen bedient werden. Darüber hinaus erfüllt Hamburg als Überseehafen eine wichtige Hub-Funktion zur Verteilung von Feederladung in die Nord- und Ostseeregion.
 

Hamburgs weltumspannendes Liniennetzwerk

LiniendiensteLiniendienste
Rund 10.000 Seeschiffe kommen jedes Jahr in den Hamburger Hafen. Einer der Hauptmärkte sind die Asienverkehre: In 2015 wurde Hamburg durchschnittlich von 20 Vollcontainer-Asien-Diensten pro Woche angelaufen. Dazu kamen 15 Liniendienste ins Fahrtgebiet Rotes Meer/Arabischer Golf, 14 nach Afrika, elf nach Südamerika, acht in Richtung Nordamerika sowie diverse Direktverbindungen mit weiteren Fahrtgebieten, unter anderem Indien/Pakistan, Zentralamerika/Karibik und Australien/Pazifik.

Das Wachstum der Anläufe von Containerschiffen mit Stellplatzkapazitäten von 10.000 TEU und mehr – sogenannten Ultra Large Container Ships (ULCS) – ist in Hamburg ungebrochen. Im Jahr 2015 machten 647 ULCS in Hamburg fest. Die Terminalbetriebe haben sich seit Jahren auf diesen Trend eingestellt und bauen ihre Anlagen entsprechend aus.
 

Hamburg als Transhipment-Hub für die Nord- und Ostseeregion

Großschiffe, die im Interkontinentalverkehr („Deep Sea"-Verkehr) eingesetzt werden, laufen in der Regel nur Häfen an, die ein ausreichendes Ladungsaufkommen aufbieten können. Häfen, die nur ein geringes Ladungsaufkommen generieren oder abseits der Hauptfahrtrouten liegen, werden meist im Zubringerverkehr (Feederverkehr) bedient. Dazu werden kleinere Containerschiffe mit an das jeweilige Fahrtgebiet angepassten Kapazitäten zwischen 300 und 1.800 TEU eingesetzt.

Wichtige europäische Fahrtgebiete, die überwiegend mit Feederschiffen bedient werden, sind die Nord- und Ostsee. Hamburg ist die bedeutendste nordeuropäische Transshipment-Drehscheibe für diese Verkehre. Neben den Verteilerverkehren wird vielfach auch innereuropäische Ladung über den Hamburger Hafen für die Nord- und Ostseeregion verladen (Kurzstrecken-Seeverkehr/Short sea shipping). Wöchentlich gibt es zahlreiche Feeder- und Shortsea-Verbindungen von Hamburg nach Skandinavien, Polen, Finnland, Russland und in die baltischen Länder sowie nach Großbritannien, Irland und Island. Damit übernimmt Hamburg eine wichtige Rolle für den Außenhandel Deutschlands und der europäischen Nachbarländer.

Wegen seiner Lage am Ausgang des Nord-Ostsee-Kanals (Kiel-Kanal) wird Hamburg auch als der westlichste Ostseehafen bezeichnet. Der Nord-Ostsee-Kanal ist ein entscheidender Standortvorteil für den Hamburger Hafen und die deutschen Seehäfen an der Nordsee im Wettbewerb mit den weiter westlich gelegenen Häfen. Von Hamburg aus beträgt der Wegevorteil zum Beispiel nach Gdańsk in Polen bei Nutzung des Kanals 437 Seemeilen gegenüber dem 874 Seemeilen langen Weg um die Nordspitze Dänemarks (Skagen) herum.
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