Gesundheit & Soziales

Ein Zuhause für Seemänner

Die Arbeit der Seemannsmissionen und Seemannskirchen hat in Hamburg eine lange Tradition. Es gibt zahlreiche Einrichtungen, die Seeleuten günstige Übernachtungsmöglichkeiten bieten und ihnen fernab der Heimat das Gefühl geben, willkommen zu sein. Unweit der Hamburger Landungsbrücken ist die katholische Seemannsmission „Stella Maris“ tätig. In der Ditmar-Koel-Straße findet man die finnische, dänische, schwedische und norwegische Seemannskirche, in der Großen Elbstraße sitzt die Deutsche Seemannsmission Hamburg-Altona e.V. Hier können Seeleute in einer Bar mit Billardtisch, Tischtennis, Kicker, Computern mit Internet und vielem mehr ihre Freizeit verbringen. Eine ganz besondere Einrichtung ist der Seemannsclub „Duckdalben“ in Hamburg-Waltershof. Er ist zugleich Freizeitzentrum, Gebetsstätte, Kneipe, Post, Wechselstube, Kirche und Krämerladen mit integriertem Internetcafé sowie Karaoke-Bar nebst Sportplatz. Und ein Anlaufpunkt mit hilfsbereiten Menschen, die den Seeleuten beim Landgang in allen Lebenslagen unter die Arme greifen. 2011 wurde der Duckdalben von Seeleuten als bester und schönster „Seamen’s Club“ weltweit ausgezeichnet.

Seemannsclub DuckdalbenSeemannsclub Duckdalben
 

Ärztliche Versorgung für Seemänner an Bord und an Land

Hafenärztliche Dienste und Seemannsambulanzen kümmern sich um die ärztliche Versorgung und Beratung für Seeleute. Auch ambulante und stationäre Behandlungen, Seediensttauglichkeitsuntersuchungen, norwegische Offshore Tauglichkeit sowie Drogen- und Alkoholtests werden in den Praxen oder an Bord der Schiffe angeboten. Darüber hinaus übernehmen sie die Hygieneüberwachung auf Schiffen, Impfungen für Seeleute und Seemannsfürsorge. Eine kostenlose und vertrauliche medizinische Untersuchung und Beratung für Seeleute wird vom hafenärztlichen Dienst in den Räumen vom Seemannsclub Duckdalben jeden Montag von 17.00 Uhr bis 22.00 Uhr angeboten. Die Versorgung mit Medikamenten leisten Hafenapotheken: Neben der Belieferung von Schiffen und Werften sowie der Ausrüstung und Überprüfung von Schiffsapotheken gehören auch Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Unfällen mit gefährlichen Gütern (MFAG) zum Leistungsumfang.

Bergung eines VerletztenBergung eines Verletzten
 
LebensmittelkontrolleLebensmittelkontrolle

Unter die Lupe genommen

Lebensmittel haben im Hamburger Hafen einen ganz besonderen Stellenwert. Kaum eine andere Ware wird derart intensiv unter die Lupe genommen. Rindfleisch aus Südamerika, gefrorener Fisch aus Island, Schnecken aus Indonesien, Milch, Honig oder Käse, aber auch

Felle, Häute, Federn, Fette und Hundefutter – alle Erzeugnisse tierischen Ursprungs werden im Rahmen einer Kontrollkette beprobt und untersucht, bevor sie in den Handel kommen.

Das Veterinäramt Grenzdienst im Hamburger Hafen ist die größte Grenzkontrollstelle dieser Art in Deutschland. Mit drei Kontrollzentren verfügt der Hamburger Hafen über eine gute Infrastruktur, die Überprüfungen schnell und zeitsparend ermöglicht. Die Kontrollen werden unter besonderen hygienischen Bedingungen von Tierärzten übernommen. Zum einen wird geprüft, ob es sich bei dem Produkt auch tatsächlich um das deklarierte Gut handelt. Zum anderen wird die Verpackung auf Beschädigungen untersucht und eine Geruchsprobe genommen. Auch Geschmacksprüfungen sind üblich. Nach der Prüfung und Erteilung der Einfuhr- oder Durchfuhrgenehmigung durch das Veterinäramt geht die Ware weiter zum Zoll. Bei mangelhafter Qualität der Ware schaltet das Veterinäramt das Hygieneinstitut Hamburg-Rothenburgsort ein.