Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe

    Hamburg ist der größte deutsche Seehafen und damit unverzichtbarer Teil der logistischen Infrastruktur. Rund 9 Millionen Container werden jährlich im Hamburger Hafen bewegt. Etwa ein Drittel davon bleibt als Loco-Ladung in der Metropolregion, der Rest wird in die gesamte Bundesrepublik und das europäische Hinterland transportiert. Somit ist Hamburg nicht nur von deutschlandweiter, sondern auch von europäischer Bedeutung. Zudem ist der Hamburger Hafen ein wichtiger Jobmotor der deutschen Volkswirtschaft. Bundesweit hängen rund 260.000 Arbeitsplätze von ihm ab, in der Metropolregion sind es rund 150.000.

    Die Wachstumsaussichten des Hamburger Hafens sind weiterhin ungebrochen positiv. Um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und das außerordentlich gute wirtschaftliche Entwicklungspotenzial voll auszuschöpfen, ist es erforderlich, dass die immer größer werdenden Seeschiffe – allen voran Container- und Massengutschiffe – den Hamburger Hafen ohne Ladungsverluste und lange Wartezeiten anlaufen können. Dem Ausbauzustand der seewärtigen Zufahrt des Hamburger Hafens kommt deshalb eine entscheidende Bedeutung zu.

Aktuelles

  • Aktueller Stand der Fahrrinnenanpassung

  • Weitere Videos

    Die Fahrrinnenanpassung auf der Zielgeraden
    Das Projekt Fahrrinnenanpassung ist auf der Zielgeraden. Es ist eines der größten Projekte der Hamburg Port Authority (HPA), sehr vielfältig und besteht aus verschiedenen Teilprojekten. Die Richtfeuerlinie ...
    Die Fahrrinnenanpassung der Elbe - Teil 2
    Die Fahrrinnenanpassung der Elbe ist eines der wichtigsten HPA-Projekte im Jahr 2020. Damit auch in Zukunft größere Schiffe nach Hamburg kommen können, ist einiges zu tun.
    Die Fahrrinnenanpassung der Elbe - Teil 1
    Den Hamburger Hafen besser erreichbar machen - das ist das Ziel der Fahrrinnenanpassung. Die Fahrrinne der Elbe wird zwischen Hamburg und der Elbmündung zum Teil vertieft und an einigen Stellen verbreitert. Das Projekt besteht aus mehreren Teilprojekten. Darum geht es in dieser Folge von WIR MACHEN HAFEN.
    Start für die Fahrrinnenanpassung der Elbe
    Die Fahrrinnenanpassung der Elbe ist offiziell gestartet. Das Startsignal gab unter anderem Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Die Fahrrinne, also der für die Seeschifffahrt genutzte Teil der Elbe, wird von Hamburg bis zur Elbmündung vertieft und an einigen Stellen verbreitert
    Video: Verkehrszentralen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
    Die WSV informiert, unterstützt und regelt aktiv den Schiffsverkehr, um einen flüssigen und sicheren Verkehr auf den Seeschifffahrtsstraßen zu ermöglichen. Wie dieses funktioniert, zeigt dieser Film der WSV.
  • News

    Fahrrinnenanpassung in Hamburg auf der Zielgeraden – Schneidkopfsaugbagger „Fernão de Magalhães“ erstmals im Einsatz
    Die Fahrrinnenanpassung der Elbe befindet sich im Bereich Hamburg auf der Zielgeraden. Im letzten Arbeitsschritt wird in dieser Woche der sogenannte Schneidkopfsaugbagger „Fernão de Magalhães“ verbleibende Arbeiten am Profil des Elbgrunds vornehmen. Ein Baggerschiff dieses Typs kommt damit erstmalig ...
    DSLV begrüßt Entscheidung des BVerwG zur Fahrrinnenanpassung der Elbe
    Der DSLV Bundesverband Spedition und Logis-tik hat die heutige Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG), auch die letzten Klagen gegen die Fahrrinnenanpassung der Elbe abzuweisen, mit großer ...
    Fahrrinnenanpassung Elbe: Begegnung von großen Schiffen ab sofort leichter
    Hamburg, 20.01.2020 - Ab heute können auf einem ausgebauten Streckenabschnitt der Elbe, der sogenannten Begegnungsbox, Schiffe mit einer addierten Schiffsbrei­te von bis zu 98 Metern sicher aneinander vorbeifahren.
    Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe: Auftrag für alle Baggerarbeiten auf der Hamburger Delegationsstrecke vergeben
    Hamburg, 17.01.2020 Am Freitag hat die Hamburg Port Authority (HPA) die Baggerarbeiten zur Umsetzung der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe im Bereich des Hamburger Hafens beauftragt.
    Fahrrinnenanpassung – Der Bau des neuen Unterfeuers in Blankenese beginnt
    Hamburg, 10.09.2019 - Im Zuge der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe ersetzt die Hamburg Port Authority (HPA) die beiden Leuchttürme der Richtfeuerlinie Blankenese durch neue Anlagen.
    Fahrrinnenanpassung gut im Zeitplan
    Hamburg, 18.11.2019 - Seit Ende Oktober baggert nun auch ein zweiter Hopperbagger, die„Bonny River“, die Fahrrinne auf der Bundesstrecke aus und bringt das Baggergut zur Unterwasserablagerungsflächen (UWA) Medemrinne.
    Hapag-Lloyd sieht große Chancen durch Fahrrinnenanpassung
    Hamburg, 23. Juli 2019 - Durch die offiziell gestartete Fahrrinnenanpassung der Elbe wird der Hamburger Hafen künftig deutlich besser an die globalen Warenströme angeschlossen.
    Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe beginnt
    Hamburg, 23. Juli 2019 - Heute beginnt, worauf Wirtschaft und Schifffahrt so lange warten mussten: Die Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe startet!
    Nassbaggerarbeiten zur Fahrrinnenanpassung werden beauftragt!
    Hamburg, 10. April 2019 Nach der Rücknahme der Beschwerde seitens eines der bei der Ausschreibung unterlegenen Unternehmens - ist der Weg für die Beauftragung der Nassbaggerarbeiten frei.
    Einschwing-Phase: Elbvorland im Zollenspieker wird Lebensraum für Wasserfenchel

    Hamburg, 04. Februar 2018 - Ausgleichsmaßnahmen: Die Planungen zur Fahrrinnenanpassung und das integrierte Strombaukonzept reduzieren weitgehend die Beeinträchtigung von Natur und Umwelt.

    Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe
    Hamburg, 23.08.2018 - Die Fahrrinnenanpassung ist das wichtigste strategische Ausbauprojekt für den Hamburger Hafen. Der Ausbau der Fahrrinne kann beginnen, sobald die Planungsbehörden von Bund und Hamburg die vom Gericht benannten Mängel behoben haben. Ein entsprechendes Planergänzungsverfahren ist inzwischen durchgeführt und heute mit einem Planergänzungsbeschluss abgeschlossen worden.
    Der Ausbau der Fahrrinne von Außen- und Unterelbe kann beginnen
    Hamburg, 23.08.2018 - Gute Nachricht für die Schifffahrt und Hamburgs Hafenkunden in aller Welt: Das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Fahrrinne ist mit dem Planergänzungsbeschluss abgeschlossen worden. Ein vom Bundesverwaltungsgericht gefordertes drittes Planungsergänzungsverfahren ist von den für das Großprojekt verantwortlichen Planungsbehörden durchgeführt worden. Rechtlich werden damit die Voraussetzungen geschaffen, um mit dem Bau beginnen zu können.
    Fahrrinnenanpassung erleichtert die Verkehrssteuerung auf der Elbe schon im nächsten Jahr
    Hamburg, 13. Dezember 2018 - Deutschlands größter Universalhafen verfügt über 75 Terminals, an denen jährlich 18.000 See- und Binnenschiffe abgefertigt werden. ...

HHM / Dietmar Hasenpusch

Ist- und Soll-Zustand

  • Tiefgang

    Die weltweit eingesetzten Großcontainer- und Massengutschiffe verfügen mittlerweile über Tiefgänge, die in der Regel die heute auf Unter- und Außenelbe zulässigen Höchsttiefgänge überschreiten. Dies gilt insbesondere für die Containerschiffe, die in der für den Hamburger Hafen so wichtigen Ostasienfahrt eingesetzt werden.

    In der nebenstehenden Tabelle wird ersichtlich unter wlechen Bedingungen Schiffe aktuell und zukünftig den Hamburger Hafen anlaufen beziehungsweise verlassen können.(Grundlage ist ein Bemessungsschiff mit 300 m Länge, 32 m Breite und 13,50 m Tiefgang).

  • Max. Tiefgang, Ist-ZustandMax. Tiefgang, Soll -Zustand
    Tideunabhängig einkommend12,80 m13,80 m
    Tideunabhängig auslaufend12,80 m13,80
    Tideabhängig einkommend 15,10 m15,90 m
    Tideabhängig auslaufend13,80 m14,80 m
  • Ist-Zustand

    Derzeiter maximaler Schiffstiefgang auf der Unterelbe

  • Soll-Zustand

    Geplanter maximaler Schiffstiefgang auf der Unterelbe nach der Fahrrinnenanpassung

Schiffsbreite

  • Begegnungsverkehr

    Begegnungsverkehr, also zwei sich passierende Schiffe, ist auf der Unterelbe zwischen Glückstadt und der Hamburger Landesgrenze nur bei Schiffen möglich, deren maximal addierte Breite 90 Meter nicht überschreitet.

    Interessante Links:

  • Derzeit nur eingeschränkter Begegnungsverkehr auf der Unterelbe zwischen Glückstadt und der Hamburger Landesgrenze möglich

  • Begegnungsbox

    Mindestens ebenso wichtig wie die Vertiefung ist die stellenweise Verbreiterung der Fahrrinne. Die wachsende Zahl von Großschiffen zeigt: Die Tiefenbegrenzungen sind vor allem eine ökonomische Belastung für die Reedereien, die von und nach Hamburg auf Ladung verzichten müssen. Die Restriktion bei den Schiffsbreiten stellt eine generelle nautische Herausforderung dar: Auf dem Abschnitt vor Hamburg dürfen Schiffe mit einer addierten Gesamtbreite von mehr als 90 Metern in der rund 300 Meter breiten Fahrrinne einander nicht begegnen.

    Im Zuge der Fahrrinnenanpassung soll die Fahrrinne vor Hamburg deshalb auf 320 Meter verbreitert und zwischen Wedel und Wittenbergen obendrein um eine sieben Kilometer lange sogenannte Begegnungsbox ergänzt werden. Dort ist eine Fahrrinnenbreite von 385 Metern geplant.

  • Fahrrinnenverbreiterung

HHM / Dietmar Hasenpusch

Ausbaumaßnahmen

  • Baggern

    Die Ausbaumaßnahmen zur Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe bestehen im Kern aus dem Ausbaggern von unzureichend tiefen Abschnitten der Fahrrinne und einer teilweisen Verbreiterung des Fahrwassers. Ca. 40 Prozent der Fahrrinne sind bereits auf natürliche Weise hinreichend tief. Dort muss nicht gebaggert werden. Derartige Anpassungen sind im Übrigen keine Hamburger Besonderheit, sondern aufgrund der natürlichen Rahmenbedingungen bei den Nordseehäfen üblich.

    Das oberste Ziel der Hafenwirtschaft ist es, dass Seeschiffe künftig unabhängig von der Tide mit 13,50 Meter Tiefgang und unter Nutzung der Flutwelle mit 14,50 Meter Tiefgang aus Hamburg auslaufen können. In beiden Fällen ergibt das jeweils einen Meter mehr Tiefgang. Um das zu erreichen, soll die Elbfahrrinne in der Deutschen Bucht von 16,98 auf 19 Meter vertieft werden, im mittleren Bereich zwischen der Nordsee und Hamburg von 15,80 auf 17,30 Meter und vom Zusammenfluss von Norder- und Süderelbe (Stromkilometer 626) bis zum Containerterminal Altenwerder (Stromkilometer 619,5) von 16,70 auf 17,40 Meter.

  • Fahrrinnenanpassung

  • Sedimentmanagement

    Dass große Schiffe eine unschlagbare CO2-Bilanz gegenüber Lkw und Bahn haben, ist unbestritten. Doch das alles kann nur funktionieren, wenn die Wasserwege frei sind. Dazu müssen in Hamburg, wie in den meisten Häfen der Welt, die Hafenbecken und Fahrrinnen regelmäßig von Sedimenten befreit werden. Zum Hintergrund: Die Elbe ist ein natürliches System, das ständig Tonnen an Sediment mit sich führt. Sedimente erreichen Hamburg aus zwei Richtungen: mit der Flut aus Richtung Nordsee, mit dem Oberwasser aus dem Einzugsgebiet der Elbe. Diese Sedimente lagern sich in strömungsberuhigten Bereichen der Tideelbe, wie dem Hamburger Hafen, ab.

    Damit aber die Solltiefe der Fahrrinne durchgehend gewährleitet wird und die Schiffe weiterhin ihr Ziel erreichen, müssen die Hamburg Port Authority (HPA) und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) jedes Jahr mehrere Millionen Kubikmeter Sedimente bewegen. Der Großteil des Materials ist unbedenklich und kann an geeigneter Stelle wieder ins Gewässer gegeben werden. Dazu stehen Hamburg zwei Optionen zur Verfügung: bei ausgewiesenen Gebieten bei „Tonne 3“ in der Nordsee und bei der Insel Neßsand in der Stromelbe. Ein kleiner Teil der Sedimente aus dem Oberlauf hat auf seinem Weg nach Hamburg zu viele Schadstoffe gebunden und muss an Land behandelt und sicher entsorgt werden.

    Gemeinsam haben die beiden Partner HPA und WSV einen Dialogprozess mit den Nachbarländern, Kreisen und Kommunen, mit Fischerei, Tourismus und Wassersport entlang der Unterelbe sowie mit Umwelt- und Wirtschaftsverbänden für ein neues Sedimentmanagement angestoßen: Das Dialogforum Strombau- und Sedimentmanagement Tideelbe. Die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse bilden die Grundlage für einen nachhaltigeren Umgang mit Sedimenten. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass weniger Sediment anfällt und sich dessen Belastung noch weiter verringert. Erst im Dezember 2016 wurde der Startschuss für das „Forum Tideelbe“ gegeben – einer neuen Institution, deren Ziel es ist, die nachhaltige Entwicklung der Tideelbe gemeinsam mit den verschiedenen Interessengruppen voranzutreiben. Das Forum Tideelbe baut auf den Lösungsansätzen des vorangegangenen Dialogforums auf und sieht die Umsetzung von Projekten vor, um die Unterelbe naturbelassener zu gestalten und dadurch den stromaufwärts gerichteten Sedimenttransport in Richtung Hamburg zu verringern. Die wesentlichen Arbeitsschritte des Forums Tideelbe sowie Dokumente und Zwischenergebnisse werden auf einer eigenständigen Webseite veröffentlicht, die in Kürze online geht.

    Interessanter Link:

  • Sedimentmanagement

  • Schematische Darstellung der Projekte

  • Zeitplan

HHM / Hasenpusch: Megaboxer-Treffen auf der Elbe

Großcontainerschiffe

  • Schiffsgrößenentwicklung

    In einer nie gekannten Folge von Entwicklungssprüngen wurden und werden Containerschiffe immer größer. Der Grund dafür ist vor allem ökonomischer Druck: Brennstoffkosten und ein harter Wettbewerb zwischen den Reedereien bringen denjenigen in Vorteil, der mit dem größten Schiff Container zu den jeweils günstigsten Kosten transportieren kann.

    Aktuell sind die größten Containerschiffe der Welt über 400 Meter lang und können mehr als 20.000 TEU transportieren. Und es kommen immer mehr dieser Giganten dazu, wie die Auftragsbücher der Reedereien zeigen. Speziell auf den interkontinentalen Langstrecken zwischen Europa und Fernost lohnt sich wegen der gewaltigen Ladungsmengen der Einsatz immer größerer Schiffe. Und Hamburg ist der wichtigste europäische Zielhafen für den Warenaustausch zwischen Europa und China.

  • Schiffsgrößenentwicklung

  • Großschiffsanläufe in Hamburg

    Aus den Schiffsbestellungen der Reedereien geht hervor, dass insbesondere der Anteil der Containerschiffe mit maximalen Konstruktionstiefgängen von > 14,50 Meter überproportional zunimmt. Diese Entwicklung bestätigt sich durch die steigende Zahl der Anläufe von entsprechenden Großcontainerschiffen im Hamburger Hafen.

    Seit den ersten Anläufen im Jahr 2015 hat sich die Anzahl der Einheiten mit mehr als 18.000 TEU Stellplatzkapazität im Hafen verdreifacht. Im Jahr 2017 wurden in Hamburg allein 102 Anläufe von Großcontainerschiffen in dem Größensegment 18.000 bis 20.000+ TEU gezählt.

  • Entwicklung der Großcontainerschiffsanläufe

  • Anpassung der Hafeninfrastruktur

    Der Hamburger Hafen ist schon heute bestens auf außergewöhnlich große Fahrzeuge (AGF, Schiffe mit einer Länge von mehr als 330 Metern und/oder einer Breite von mehr als 45 Metern) eingestellt und passt stetig seine Infrastruktur an die Markterfordernisse an.

    So verfügt der Hamburger Hafen beispielsweise über vier hochleistungsfähige Containerterminals, die zu den modernsten der Welt zählen und die größten Containerschiffe abfertigen können. So wurden erst im August 2016 drei weitere Containerbrücken der neuesten Generation am HHLA Container Terminal Burchardkai (CTB), Hamburgs größte Umschlaganlage für Container, angeliefert. Insgesamt verfügt die HHLA damit am CTB über acht solcher Brücken. Das CTB kann somit an zwei Liegeplätzen Schiffe mit einer Kapazität von 20.000 TEU und 24 Containerreihen nebeneinander abfertigen. Und auch das HHLA Container Terminal Tollerort (CTT) erhält drei zusätzliche Containerbrücken zur Abfertigung der neuesten Großschiffsgeneration. Damit wird das CTT ab Ende 2017 über fünf Containerbrücken zur Abfertigung von Schiffen mit einer Kapazität von 20.000 TEU und mehr verfügen.

    Ein weiteres Beispiel für die Verbesserung der Anlaufbedingungen für Großschiffe im Hamburger Hafen ist der Ausbau der wasserseitigen Zufahrt zum HHLA Container Terminal Tollerort. Mit einer Vergrößerung der Zufahrt wurd das nutzbare Tide-Zeitfenster für das Ein- und Auslaufen großer Schiffe erweitert. Zudem soll der Wendekreis für die Zufahrt zum Waltershofer Hafen mit den Containerterminals CTB und Eurogate von 480 auf 600 Meter erweitert werden.

  • Containerterminals für Großcontainerschiffe

  • Hintergrundinformationen

    Größtes Containerschiff der Welt: HMM Algeciras
    Am 7. Juni wird in Hamburg das zurzeit weltgrößte Containerschiff erwartet. Die HMM Algeciras ist das erste aus einer Reihe von zwölf baugleichen Schiffen. Sie und ihre Schwestern sind mit einer Länge von 400 Metern ...
    MOL TRIUMPH: Erstes 20.000-TEU-Containerschiff ist in Hamburg
    Am 15. Mai 2017 gegen 21.00 Uhr lief die MOL TRIUMPH im Rahmen ihrer Jungfernfahrt den Hamburger Hafen an. Der Mega-Carrier ist das neue Flaggschiff der japanischen Reederei MOL Mitsui O.S.K. Lines und das erste Containerschiff der Welt, das mit seiner Ladekapazität die Schallmauer von 20.000 TEU durchbricht.
    Video: Containerriesen im Windkanal

    Im Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in Rostock werden Schiffsmodelle der größten Containerschiffe im Windkanal getestet. ...

    Video: Drei Containerbrücken kommen über die Elbe zum Burchardkai
    Ein Spezialschiff brachte drei riesige Containerbrücken nach Hamburg, wo sie in einem aufwändigen Verfahren auf die Kaikante gezogen wurden.

HHM / Wischhusen: Schützenswerte Lebensräume

Umwelt

  • Ausgleichsmaßnahmen

    Die Planungen zur Fahrrinnenanpassung und das integrierte Strombaukonzept reduzieren weitgehend die Beeinträchtigung von Natur und Umwelt. Umweltbeeinträchtigungen werden vor allem durch eine Verbreiterung der Fahrrinne und die Unterwasserablagerungsfläche in der Außenelbe verursacht. Um diese zu kompensieren, werden zusammen mit der Fahrrinnenanpassung umfangreiche ökologische Ausgleichmaßnahmen umgesetzt (Gesamtumfang ca. 80 Millionen Euro). Dabei werden Flächen renaturiert, die in vergangenen Jahrzehnten vom Menschen umgestaltet wurden. Die negativen Folgen, die die Fahrrinnenanpassung für Natur und Umwelt hat, werden nach Auffassung von Bund und Hamburg dadurch vollständig kompensiert. Und auch die EU-Kommission kam nach Prüfung aller Informationen zu dem Ergebnis, dass die Beeinträchtigungen durch die geplanten Ausgleichsmaßnahmen vollständig ausgeglichen, teilweise sogar überkompensiert werden.

    Unabhängig von diesen projektbezogenen Ausgleichsmaßnahmen leistet die Stiftung Lebensraum Elbe einen weiteren erheblichen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der Tideelbe als Lebensader der Metropolregion Hamburg. In der 2010 gegründeten Umweltstiftung arbeiten Stadt, Hafen und Naturschutz zusammen, um den ökologischen Zustand der Elbe zu verbessern. Finanziert wird die Stiftung durch ein Startkapital von zehn Millionen Euro und eine jährliche Förderung in Höhe von fünf Prozent des durch die Hamburg Port Authority (HPA) eingenommenen Hafengeldes. Somit sind die Einnahmen der Stiftung unmittelbar an die Entwicklung des Hafens gekoppelt.

  • Die Elbe bei Bielenberg

  • Umweltbilanz Schiff

    Der Hamburger Hafen liegt rund 145 km von der Flussmündung entfernt. Die Fahrt auf der Elbe verlängert den umweltfreundlichen Wasserweg und erspart kostenintensivere Landtransporte. Die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene und den Wasserweg ist in Deutschland auch im Hinblick auf die angespannte Situation des Straßenverkehrs von besonderer Bedeutung. Der Ausbau der Bundeswasserstraße Elbe entlastet somit den Straßenverkehr und schont die Umwelt.

  • Transportkapazität

Begegnung von Cap San Lorenzo und Cap San Tainaro

Revierfahrt- Lotsenrevier Elbe

    • Insgesamt 145 km/76 Seemeilen von der Hafengrenze bis zur Elbmündung
    • Seeschiffe fahren lotsenbesetzt im gesamten Revier
    • Lotsen übernehmen die Revierberatung über die gesamte Strecke
    • Kosten pro Lotsung errechnen sich nach BRZ (Bruttoraumzahl)
    • 24 Stunden vor Ankunft im Hafen muss eine Liegeplatzgenehmigung bei der Nautischen Zentrale vorliegen
    • Es besteht eine allgemeine Lotsenpflicht für: Alle Schiffe ab 90 m Länge und/oder 13 m Breite, Tankschiffe, Schub- sowie Schleppverbände von Seeschiffen mit einer Länge über 90 m und/oder einer größten Breite von 13 m, Möglichkeit für Lotsenbefreiung für Schiffe bis 170 m Länge und 8,50 m Tiefgang.

    Interessante Links:

  • Lotsenreviere von der Nordsee bis in den Hamburger Hafen

  • Nautische Terminal Koordination (NTK)

    Seit Jahren steigt die Zahl der sogenannten außergewöhnlich großen Fahrzeuge (AGF), die den Hamburger Hafen anlaufen. Darunter fallen nicht nur Containerschiffe, sondern auch Bulker und Kreuzfahrtschiffe. Diese Schiffe sind mehr als 330 Meter lang und/oder über 45 Meter breit. Mit der Nautischen Terminal Koordination (NTK) verfügt der Hamburger Hafen über eine Einrichtung, die sich um die zentrale betriebliche Abstimmung der Großschiffsanläufe kümmert – lange bevor das Schiff die Revierfahrt auf der Elbe antritt. Schiffe werden teils bereits ab Gibraltar im Zulauf begleitet.

    Zu den Aufgaben der NTK zählen die terminalübergreifende betriebliche Koordinierung der Vorplanung, der Zulaufsteuerung und der Abgangsplanung von Großschiffen im Hamburger Hafen. Die so erstellte betriebliche Gesamtübersicht wird durch die NTK als zentrale Schnittstelle rund um die Uhr mit der Nautischen Zentrale in Hamburg und den Elblotsen abgestimmt. Dabei werden über das NTK Kommunikationswege gebündelt und Wechselwirkungen von Entscheidungen rund um die Großschiffsabfertigung frühzeitig erkannt. Konfliktsituationen werden so schon im Zulauf auf das Revier ausgemacht und möglichst beseitigt. Ziel ist eine optimale Verkehrssteuerung auf der Elbe und eine Entlastung der Nautischen Zentrale.

    Interessanter Link:

  • Erfassungsbereich der NTK

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