Page 3 - Hafen Hamburg | Broschüre | Port of Hamburg Magazine 4.2021
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 Liebe Leserinnen und Leser,
die Pandemie hält die Welt in Atem. Einschränkungen sind weiterhin zu spü- ren und neue Wellen sorgen für weitere Hindernisse. So fehlen an vielen Stellen die dringend benötigten Arbeitskräfte, was wiederum zu einer ge- hemmten Produktion führt. Zwar arbeiten Schiffe und Häfen unter Volllast, doch kurzfristige Schließungen international bedeutender Häfen führen im- mer wieder zu Verzögerungen und damit auch zu Staus im weiteren Ver- lauf der Lieferkette. Noch kann nicht von einer normalen Auslastung in der Wirtschaft gesprochen werden. Das hat auch Auswirkungen auf den Handel. Lange Lieferzeiten bei vielen Produkten machen auch dem Konsumenten deutlich, dass die globalen Supply Chains ins Stocken geraten sind. Übereinstimmend haben deutsche Wirtschaftsinstitute ihre positiven Prog- nosen deshalb im Herbst wieder revidiert. Das Wachstum der Bruttoinlands- produkte soll jetzt erst im kommenden Jahr so richtig beginnen. Für den Rest des Jahres bleibt es verhalten.
Vielleicht bleibt so noch ein wenig Zeit, um das eigene Risikomanagement in Unternehmen mal genauer unter die Lupe zu nehmen – zumindest dort, wo der Ausbruch der Pandemie unvorhergesehene Auswirkungen gehabt hat. Denn nach Meinung von Knut Alicke wird die nächste Katastrophe be- stimmt kommen. Der Partner bei McKinsey & Company nennt es einen „Black Swan“-Event, der in den kommenden Jahren wahrscheinlich häufiger auftreten wird. Denn auch Naturkatastrophen fallen unter diese Kategorie. Wie genau sich Unternehmen darauf vorbereiten können, das erläutert der Analyst in einem lesenswerten Interview.
Aktiv sind auch die Reedereien, sobald es um den besseren Schutz der Um- welt geht. Sie haben sich dazu entschieden, möglichst bald umweltfreund- lichere Kraftstoffe zu identifizieren, um auch den Kundenforderungen nach klimaneutralen Transporten gerecht zu werden.
Eine andere Art der Vorbereitung beziehungsweise Aufbereitung interna- tionaler Geschäfte bietet das Hamburger Unternehmen Porath seinen Kun- den an. Die internationale Zollagentur sorgt dafür, dass bei der Ankunft der Ladung alle Papiere in einer gültigen Form vorliegen. Das ist nicht immer einfach, besonders dann, wenn es um Lebensmittel geht. Doch auch hier sind die Hamburger Firmen und Behörden auf einem guten Weg. Das zeigen die weiteren Beispiele in unserer neuesten Ausgabe des Port of Hamburg Magazine.
Ihr Ingo Egloff und Axel Mattern Vorstände Hafen Hamburg Marketing e.V.
WELTHANDEL ■
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