Neuer Aufsichtsratsvorsitzender für Hapag-Lloyd: Stadt Hamburg schlägt Jürgen Weber vor
Der frühere Lufthansa-Chef Dr. Jürgen Weber soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Reederei Hapag-Lloyd werden. „Herr Weber ist ein profilierter Manager mit vielfältigen Erfahrungen in der Leitung börsennotierter Unternehmen“, sagte Bürgermeister Olaf Scholz heute auf einer Pressekonferenz im Rathaus. Er sei ein „Hamburger Bürger“, der sich bereit erklärt habe, diese wichtige Aufgabe für 3 Jahre zu übernehmen. Mit seiner langjährigen Verantwortung für die Deutsche Lufthansa AG habe Weber zudem ein besonderes Verständnis für die internationalen Transport-Märkte, in denen sich Hapag-Lloyd in den kommenden Jahren weiterhin bewähren muss.
Der Vorstandsvorsitzende Michael Behrendt sei gebeten worden, so Scholz weiter, seine bis Mitte 2013 vertraglich vereinbarte Vorstandstätigkeit um ein Jahr bis Juni 2014 zu verlängern, um ausreichend Zeit für die Suche eines geeigneten Nachfolgers zu haben. Ab Mitte 2015 stehe Behrendt bereit, den Aufsichtsratsvorsitz von Herrn Weber zu übernehmen. „Neben der Anteilseignerstruktur gibt es nunmehr auch eine gute Perspektive für die personelle Ausrichtung an der Spitze des Unternehmens“, sagte Scholz und betonte, dass alle Vorschläge der Stadt im Einvernehmen mit Herrn Klaus-Michael Kühne unterbreitet werden (die Kühne Maritime GmbH ist mittelbar der zweite große Anteilseigner von Hapag Lloyd).
„Dem Ruf Hamburgs folge ich gerne. Ich möchte dafür sorgen, dass Hapag-Lloyd als hier beheimatete Reederei der Hansestadt Gewinn und unserem Land vielfältigen Nutzen bringen wird. Ihren Wert wollen wir mit vereinten Kräften mehren“, erklärte Dr. Jürgen Weber.
„Ich erkläre mich sehr gern bereit, meine Tätigkeit im Vorstand um ein Jahr zu verlängern.
Besonders geehrt fühle ich mich durch die Frage nach meiner Bereitschaft, den Vorsitz des Aufsichtsrates von Hapag Lloyd ab 2015 zu übernehmen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Jürgen Weber“, sagte Michael Behrendt.
Die Stadt Hamburg wird mit der kürzlich von Senat und Bürgerschaft beschlossenen Übernahme von Anteilen der TUI AG mit 37 Prozent mittelbar größter Anteilseigner und hat damit das Vorschlagsrecht für das frei werdende Mandat des im Juni aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden TUI-Chefs Michael Frenzel. Die städtische Beteiligungsholding HGV werde die Vorschläge unverzüglich in die Gremien von Hapag-Lloyd einbringen, denen die Beschlussfassung über die Personalien obliegt.
Rückfragen:
Jörg Schmoll
Stellv. Senatssprecher
Tel.: 040 418 31 2242

































