Hafenbahntransport wieder auf Niveau des Rekordjahrs 2008
Die Hafenbahn hat sich auch in der Krise als stabiler Umschlagsfaktor im Hamburger Hafen bewährt. Die gute Anbindung an das Hinterland in Süd-, Ost- und Südosteuropa sorgte im ersten Halbjahr dafür, dass sich die Umschlagszahlen der Bahn bereits wieder auf dem Rekordniveau von 2008 bewegen.
Axel Gedaschko, Senator für Wirtschaft und Arbeit: „Hamburgs Hinterlandverbindungen auf der Schiene sind europaweit führend, zuverlässig und gut strukturiert. Damit kommen Seegüter umweltfreundlich im europäischen Binnenland an. Das wissen auch die Reeder zu schätzen. Die Mittel aus dem Bundeskonjunkturprogramm sind bei der Hafenbahn optimal eingesetzt. Die angemeldeten Maßnahmen wurden schnell und effizient umgesetzt. 16 Millionen Euro sind bereits abgerufen und verbaut. Eine Investition die der gesamten deutschen Wirtschaft zu Gute kommt. Etwa 14 Prozent aller Gütertransporte in Deutschland per Bahn enden oder beginnen im Hamburger Hafen“.
„Wir haben sogar im Krisenjahr 2009 unseren Anteil am Transportvolumen innerhalb des Hamburger Hafens, aber auch im Vergleich zu den anderen Häfen der Nordrange verbessert“, so Jens Meier, Geschäftsführer der Hamburg Port Authority (HPA).
2008 wurden über die Hafenbahn 1,8 Millionen Standardcontainer (TEU) in Hamburg transportiert, bei einem Gesamtaufkommen im Hafen von 9,7 Millionen TEU. Selbst während des Krisenjahrs legte in Hamburg die Schiene prozentual im Vergleich zu Lkw, Feeder- und Binnenschiffstransporten zu. Von 7,1 Mio TEU gingen knapp 1,6 Mio TEU auf die Schiene. Der konjunkturelle Aufschwung in diesem Jahr zahlt voll auf das Konto der Hafenbahn ein. Auch wenn der Gesamtumschlag im Hamburger Hafen das Niveau von 2008 nicht erreichen wird, die Hafenbahn liegt auf der Erfolgskurve des Rekordjahrs. „Unsere Investitionen zeigen Wirkung. Wir haben die Engpässe in den vergangenen zwei Jahren beseitigt“, so Meier.
Insgesamt rund 64 Millionen investierte die Hamburg Port Authority seit 2008 in die Instandsetzung und Optimierung der Anlagen – von Gleisen, über Weichen bis hin zu modernen IT-Steuersystemen. Gleichzeitig wurden Hafenbahnhöfe ausgebaut und ein Tarifsystem eingeführt, dass effiziente Bahnproduktion belohnt. Das heißt, diejenigen der mittlerweile 77 im Hamburger Hafen verkehrenden Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), die ihre Züge schnell abfertigen, zahlen geringere Entgelte als EVU, die wichtige Zufahrtsgleise blockieren. Gleichzeitig ist es ein Ansporn, längere Züge zusammenzustellen und damit mehr Ladung pro Fahrt umweltfreundlich vom oder ins Hinterland zu bringen. Das System läuft erfolgreich was die verbesserte Auslastung der einzelnen Waggons und als auch der Züge zeigt.
Nicht nur die Verteilung der Transporte vom und zum Hamburger Hafen, der so genannte Model Split, entwickelte sich zugunsten der Bahn, sondern auch innerhalb der Nord Range Häfen eroberte sich Hamburg beim Bahntransport Marktanteile und baute seinen Vorsprung als größter Eisenbahnhafen Europas aus.
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Hamburg Port Authority
Die Hamburg Port Authority betreibt seit 2005 ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand. Als Anstalt öffentlichen Rechts ist die HPA verantwortlich für die effiziente, Ressourcen schonende und nachhaltige Vorbereitung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen im Hafen. Die HPA ist Ansprechpartner für alle Fragen der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der wirtschaftlichen Bedingungen im Hafen. Dazu stellt die HPA die erforderlichen Flächen bereit und übernimmt alle hoheitlichen Aufgaben und hafenwirtschaftlichen Dienstleistungen. www.hamburg-port-authority.de
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