Der Verkehr wird mit „ConCheckern“ beschleunigt

Köhlbrandbrücke
Köhlbrandbrücke

Hamburg, 1. Juli 2011. Im Hamburger Hafen wird kräftig gebaut. Ab Montag, 4. Juli, geht es in die heiße Phase. Dann wird für zehn Wochen an der Ostrampe der Köhlbrandbrücke gearbeitet. Damit es nicht zu Rückstaus an der dortigen Zollstation Neuhof kommt, werden in dieser Zeit wieder die bewährten "ConChecker" eingesetzt. Das heißt: Spezialisten unterstützen an der Zollstation die Beamten bei ihrer Arbeit, in dem sie die vielen durchfahrenden Lkws mit Leercontainern kontrollieren. Das spart pro Lkw zwischen 30 und 60 Sekunden ein. "Wir wollen alles dafür tun, damit der Verkehr in dieser schwierigen Bauphase fließt", so Christine Muruszach, Leiterin Straßennetz, Hamburg Port Authority (HPA). Die Logistik-Initiative Hamburg hat zusammen mit der der HPA, dem Zoll, der Wasserschutzpolizei und der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation das Projekt auf die Beine gestellt.

Finanziert wird es von der HPA und der Logistik-Initiative Hamburg. Laut Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch unterstreicht die Maßnahme Hamburgs Bemühungen um ungehinderte Verkehrsflüsse: „Unser Ziel ist es, die Infrastruktur zu verbessern und auszubauen sowie unnötige Staus und Wartezeiten zu minimieren. Das ist nicht nur gut für die Unternehmen, sondern bringt auch den Logistikstandort Hamburg voran.“

Die ConChecker - abgeleitet aus den Wörtern "Container" und "Checker" - werden mit der Einfahrt des Lkw beim Zoll tätig. Die Aufgabe der Spezialisten: Sie sollen die Zollbeamten bei der Kontrolle der großen Zahl an durchfahrenden Lkw mit Leercontainern unterstützen. Dazu öffnen sie die Containertüren und verschließen sie danach wieder. "Bislang muss der Lkw-Fahrer diese Handlung verrichten, wozu er zunächst aussteigen muss, um dann die leere Box zu öffnen, zu verschließen und wieder zurück zur Fahrzeugkabine zu gehen", beschreibt Hans Stapelfeldt, Vorstandmitglied und Sprecher des Arbeitskreises Verkehr, der Logistik-Initiative Hamburg das übliche Verfahren. Zeitmessungen haben ergeben, dass für diesen Vorgang zwischen einer und 1,5 Minuten benötigt werden.

 Die nächsten zehn Wochen heißt es für den Lkw-Fahrer nur knapp: "Bleiben Sie im Fahrzeug sitzen!" Der Zöllner wirft einen Blick in die Box, danach werden deren Türen wieder verschlossen. Der Zollbeamte erteilt mit einer Kelle wie bei der Bahn die Weisung, die Fahrt fortzusetzen. Stapelfeldt: "Auf die Stunde hochgerechnet bedeutet das: Bis zu 120 kontrollierte Leercontainer sind möglich statt 40 bis 45 Boxen nach dem heute üblichen Verfahren." Die ConChecker sollen in der Kernzeit, das heißt von 10 Uhr bis 18 Uhr, zum Einsatz kommen. "Mit dieser einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahme sorgen wir nicht nur an der Zollstation Neuhof für entsprechende Entlastung", so Stapelfeldt. "Vielmehr dürften die Folgen des Verfahrens im gesamten Hamburger Hafen zu spüren sein."

Über die Logistik-Initiative Hamburg

Die Logistik-Initiative Hamburg vernetzt die Branche. Sie wird getragen von Unternehmen und Institutionen aus der Metropolregion Hamburg, die sich im Logistik-Initiative Hamburg e.V. zusammengeschlossen haben sowie der Freien und Hansestadt Hamburg. Mit mehr als 450 Mitgliedsunternehmen und -institutionen aus Industrie, Handel, Dienstleistung sowie Forschung & Entwicklung und zahlreichen öffentlichen Institutionen ist die Logistik-Initiative Hamburg das größte Standort-Netzwerk der Branche in Deutschland. Ziel dieses Public-Private-Partnership ist es, die Rolle der Metropolregion Hamburg als führende Logistikmetropole Nordeuropas weiter auszubauen und logistiknahe Unternehmen und Institutionen zu unterstützen. Die Logistik-Initiative Hamburg ist mit ihren Partnern erster Ansprechpartner zu allen Fragen der logistiknahen Wirtschaft für Unternehmen, Institutionen und Öffentlichkeit in der Metropolregion Hamburg. Weitere Informationen und Formulare zur Mitgliedschaft finden Sie unter www.hamburg-logistik.net.

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