Gewürze - Der Duft der weiten Welt

in
Pfeffer

Der Hamburger Hafen ist einer der führenden Gewürzumschlagplätze und nimmt weltweit den dritten Platz ein.

Anis, Curcuma, Pfeffer, Lorbeer, Oregano, Paprika und viele andere Gewürze gelangen vor allem aus dem Orient und Südostasien, aus Südamerika und der Mittelmeerregion nach Hamburg.

Mehrere Unternehmen sind auf die Lagerung von Gewürzen und Trockenfrüchten spezialisiert. Um die Waren vor einem Qualitätsverlust zu bewahren, bedürfen sie einer besonders sorgfältigen Behandlung.

Während Gewürze bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ausschließlich in der Speicherstadt umgeschlagen und gelagert wurden, werden sie heutzutage fast zu 100 % in Containern transportiert und in klimatisierten Hallen gelagert.

Schwarzes Gold im Hamburger Hafen

Vor etwa 200 Jahren brachten die ersten Hamburger Kaufleute auf Schiffen Gewürze in die Hansestadt. Schon zur Zeit des Mittelalters war Hamburg das Zentrum des Pfefferhandels in Nordwesteuropa.

Damals war Pfeffer einer der teuersten Rohstoffe. Seine wirtschaftliche Bedeutung damals ist mit der des Erdöls heutzutage zu vergleichen. Es wurde nicht nur als Würzmittel von Speisen verwendet, sondern auch als Konservierungsstoff und als Grundstoff zur Herstellung von Arzneimitteln.

Pfeffersäcke

Der Handel mit Gewürzen brachte im Mittelalter für viele Hamburger Kaufleute Wohlstand und Reichtum. Aus dieser Zeit stammt auch die spöttische Bezeichnung „Pfeffersack“ für einen reichen und auf Macht ausgerichteten Menschen.