Hamburger Hafen als innovative Speerspitze im Kaimauerbau

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HPA geht zur Optimierung der Infrastruktur in Forschungsoffensive

Hamburg, 17. Juni 2010 – Der Hamburger Hafen, Deutschlands größter Seehafen und europaweit Nummer drei unter den führenden Umschlagszentren, setzt auf innovative Weiterentwicklung seiner Infrastruktur.

Dafür investiert die Hamburg Port Authority (HPA) in Forschungs- und Entwicklungsprojekte (F+E), die bei den besonderen Standorteigenschaften des Hamburger Hafens ansetzen und auf Optimierungen in der gesamten Hafenentwicklung abzielen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen werden in enger Kooperation mit lokalen Universitäten durchgeführt.

Bei der strategischen und operativen Weiterentwicklung des Hamburger Hafens spielt der Kaimauerbau eine zentrale Rolle. Die drei folgenden Projekte sind Beispiele für aktuelle bzw. geplante Vorhaben, um die Position des Hamburger Hafens hinsichtlich Zukunftsfähigkeit, innovativem Umwelt- und Anwohnerschutz sowie Wirtschaftlichkeit auszubauen.

Tragverhalten von Kaimauern

In Zusammenarbeit mit der TuTech Innovation GmbH und der Hafencity Universität hat die HPA im Frühjahr 2010 ein geotechnisches Messprogramm abgeschlossen, dessen Ergebnisse gegenwärtig analysiert werden. Ziel dieses Messprogramms am neuen Liegeplatz 3 des Unternehmens EUROGATE am Predöhlkai ist, ein besseres Verständnis für das Tragverhalten einzelner Kaimauerelemente zu entwickeln. Durch die wissenschaftliche Analyse des Trag- und Verformungsverhaltens der Kaimauer, insbesondere der eingesetzten Klappanker, werden Erkenntnisse für die Optimierung zukünftiger Konstruktionsansätze gewonnen. Kaimauern der zukünftigen Generation müssen einer massiven und zunehmend hohen Belastung standhalten und mittels effizienter Konstruktionsmethodik tief im Baugrund verankert werden.

Geräuschärmere Bauverfahren

Lärmschutz ist ein wichtiges Thema für die Anwohner hafennaher Bezirke. Angesichts der Nähe des Hamburger Hafens zu Wohnbebauungen geht die HPA auch in der Untersuchung von Bauverfahren alternativ zum herkömmlichen, lärmintensiven Schlagrammen innovative Wege. Auf dem Gelände nördlich des Petroleumhafens in Waltershof analysiert die HPA ab der zweiten Junihälfte die Tragfähigkeit von Gründungselementen mittels Bohrpfählen. Bohren, Rütteln und die sogenannte Schlitzbauweise stellen zukunftsträchtige Methoden dar, um die Lärmbelastung für die Anwohnerschaft von Hafenbaustellen weitergehend zu reduzieren. Die Versuche geben generell Aufschluss über Umsetzungsmöglichkeiten erschütterungsarmer Bauverfahren in für den Hamburger Hafen typischen Baugrundschichten. Die Arbeiten mit entsprechendem Gerät beginnen plangemäß ab 21. Juni, anschließend erfolgen in einem Zeitraum von ca. einem halben Jahr die Messungen. Die Untersuchungen werden keine maßgeblichen Geräuschbelästigungen für die Anwohner erzeugen.

Effizienter Kaiquerschnitt

Auch die Optimierung des Hamburger Kaiquerschnitts ist Gegenstand einer Studie. Sie zielt nicht nur auf die konstruktive, sondern auch die wirtschaftliche Optimierung von Kaimauerneubauten ab. Da es sich bei Kaimauern um Linienbauwerke handelt, führen minimale Einsparungen bei einzelnen Bauteilen bereits zu spürbaren Gesamteinsparungen und damit mehr Effizienz. In diese Richtung gehen auch die Bemühungen, den fugenlosen Bau von Kaimauern voranzutreiben. Fugen stellen häufig Schwachstellen in Bauwerken dar. Entsprechend werden die statischen Rahmenbedingungen untersucht, die eine fugenlose Ausführung im Hamburger Hafen ermöglichen.

Hamburg Port Authority

Die Hamburg Port Authority betreibt seit 2005 ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand. Als Anstalt öffentlichen Rechts ist die HPA verantwortlich für die effiziente, Ressourcen schonende und nachhaltige Vorbereitung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen im Hafen. Die HPA ist Ansprechpartner für alle Fragen der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der wirtschaftlichen Bedingungen im Hafen. Dazu stellt die HPA die erforderlichen Flächen bereit und übernimmt alle hoheitlichen Aufgaben und hafenwirtschaftlichen Dienstleistungen. www.hamburg-port-authority.de

Pressekontakt: HPA Hamburg Port Authority | Pressestelle | Tel.: +49 40 42847-2300 | pressestelle@hpa.hamburg.de


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