„Ane Maersk“ läuft Hamburg an

28.03.2024 10:19 Schifffahrt

Am Morgen des 28. März machte die „Ane Maersk“, das weltweit erste große methanolfähige Containerschiff der Reederei Maersk mit mehr als 16.000 TEU Kapazität, auf seiner Jungfernfahrt von Asien nach Europa erstmals am Eurogate Container Terminal Hamburg fest.

Die weltweite Schifffahrt wird umweltfreundlicher. So hat Maersk als erster Marktteilnehmer damit begonnen, auch große Containerschiffe mit dem grünen Brennstoff Methanol zu betreiben. Die „Ane Maersk“ ist zugleich das erste große methanolfähige Schiff, das den Hamburger Hafen anläuft. „Der Anlauf der „Ane Maersk“ im Hamburger Hafen demonstriert eindrucksvoll, dass die maritime Branche mit schnellen Schritten in Richtung Klimaneutralität voranschreitet. Dazu gehört auch der Hamburger Hafen, der ebenfalls intensiv daran arbeitet, klimaneutral zu werden“, betont Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing.

Bei einer Länge von 350 Metern und einer Breite 53,5 Metern hat die „Ane Maersk“ ein neues Schiffsdesign mit den Brückenaufbauten ganz vorne am Bug. Dies wurde nötig, um den verloren gegangenen Laderaum durch die benötigten größeren Tanks auszugleichen. Denn Methanol verfügt nur über zirka halb so viel Energiegehalt wie fossiles Öl. Daher wird ungefähr doppelt so viel Brennstoff benötigt. „Ane Maersk“ fährt derzeit mit grünem Bio-Methanol und emittiert damit rund zwei Drittel weniger Treibhausgase als mit fossilem Brennstoff (Ultra Low Sulphur-Öl). Bei syntethisch hergestelltem e-Methanol kann die Emissionseinsparung in Zukunft bei deutlich über 90 Prozent liegen. Derartige Produktionsanlagen für e-Methanol befinden sich im Aufbau – die erste in der Nähe von Apenrade in Dänemark, kurz hinter der deutschen Grenze. Auch Maersk wird von dieser im Sommer anlaufenden Produktionslinie von European Energy grünes e-Methanol erhalten.

Aufgrund der bislang noch geringen Verfügbarkeit des grünen Methanols weltweit können „Ane Maersk“ und ihre Schwesterschiffe dank Dual-Fuel-Technik aber auch mit Bio-Diesel oder fossilem Ultra Low Sulphur-Öl fahren. Maersk hat bis ins Jahr 2027 hinein weitere 23 methanol-fähige Neubauten im Zulauf (9.000 bis 17.000 TEU groß). Methanol hat den Vorteil, dass es nicht toxisch und leicht zu handhaben ist als Schiffsbrennstoff.

Die „Ane Maersk“ wird im Liniendienst Asia-Europe (AE-7) von Maersk eingesetzt. Das Containerschiff läuft insgesamt 14 Häfen in folgender Reihenfolge an: Ningbo, Shanghai, Nansha, Yantian, Tanjung Pelepas, Colombo, Tanger, Felixstowe, Hamburg, Antwerpen, London, Le Havre, Tanger, Khalifa Seaport, Jebel Ali (Dubai), Ningbo. Für einen Umlauf dieser Hafenrotation benötigen die 14 Schiffe mit Kapazitäten zwischen 15.300 und 19.100 TEU 98 Tage, seitdem der Service die Passage des Roten Meeres inklusive des Suezkanals meidet und das Kap der Guten Hoffnung umfährt.

Die „Ane Maersk“ wird den Hamburger Hafen voraussichtlich am 30. März 2024 in Richtung Antwerpen wieder verlassen.

"Ane Maersk" macht am Eurogate-Terminal fest

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